Die AfD hat gestern beim Bundesparteitag ihren internen Wettbewerb „Wer darf Deutschland abschotten?“ offiziell beendet: Alice Weidel geht als frisch gekürte Kanzlerkandidatin ins Rennen. In ihrer Rede präsentierte sie ein Wahlprogramm, das wie ein schlechter Plot aus einer dystopischen Netflix-Serie klingt. Plan A: Die deutschen Grenzen sollen „lückenlos“ geschlossen werden. Vermutlich hat Weidel heimlich vor, Zäune zu bauen, die so hoch sind, dass selbst Flugzeuge ins Grübeln kommen. Plan B: Deutschland verabschiedet sich aus dem EU-Asylsystem. Man kann sich vorstellen, wie Europa kollektiv die Augen verdreht und murmelt: „Ach, Deutschland mal wieder.“
Doch damit nicht genug: Weidel hat offenbar auch die Wissenschaft auf ihrer Abschussliste. Unter einer AfD-Regierung könnte die Wissenschaftsfreiheit einen Kürzungsplan erleben – vielleicht unter dem Motto: „Warum kompliziert forschen, wenn einfache Antworten besser ins Weltbild passen?“ Ob das bedeutet, dass Klimawandel künftig ein Tabuthema wird oder Physik nur noch gilt, wenn sie zu einem deutschen Stromnetz passt, bleibt unklar.
Draußen: Tumulte, Trillerpfeifen und eine ordentliche Entschuldigung
Während drinnen die Luft von politischen Schlagwörtern schwer war, ging es draußen handfester zu. Bei den Protesten gegen den Parteitag in Riesa eskalierte die Stimmung: Es wurden über 30 Straftaten registriert, sechs Polizisten verletzt – und, weil es nicht ohne Drama geht, auch ein Linken-Politiker. Angeblich wurde der gute Mann von einem Polizisten ins Gesicht geschlagen. Das klingt wie eine Szene aus einem Actionfilm, nur mit weniger Explosionen und mehr Pressemitteilungen.
Sachsens Polizeipräsident Jörg Rodig zeigte sich betroffen und entschuldigte sich prompt für den Vorfall. Man fragt sich jedoch, ob die Entschuldigung so klang wie: „Ups, das war jetzt blöd gelaufen“, oder ob sie eher den Ton von „Wir arbeiten dran, versprochen, aber es war ein langer Tag“ hatte.
Fazit: Drama im Überfluss
Ob drinnen oder draußen – der AfD-Parteitag hatte etwas von einem schlecht geplanten Familienfest: Die eine Seite will alle Türen abschließen, die andere Seite trommelt laut dagegen, und am Ende gibt es mindestens einen, der sagt: „Das war’s jetzt für mich.“ Bleibt abzuwarten, wie Weidel mit ihrem „Grenzen-dicht“-Programm punkten will – und ob sie dabei wirklich an Türen denkt oder eher an Gedankengrenzen.
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