Weil es der chinesischen Wirtschaft so fantastisch geht, greifen die großen Staatsbanken nun ganz tief in die Trickkiste: Vier von ihnen – darunter natürlich die üblichen Verdächtigen wie die Bank of China und die China Construction Bank – dürfen sich über frische Kapitalerhöhungen im Gesamtwert von schlappen 66 Milliarden Euro freuen. Hurra! Das Finanzministerium, immer ein Freund großzügiger Geschenke an sich selbst, mischt natürlich auch wieder mit.
Die neuen Aktien gibt’s übrigens ganz exklusiv – nicht etwa auf dem freien Markt, sondern in fein säuberlich platzierten Privatplatzierungen. Warum? Na klar: Damit das „harte Kernkapital“ (ja, das heißt wirklich so) aufgestockt wird – schließlich sollen die Banken wieder richtig Gas geben können beim Verleihen von Geld, das sie eigentlich gar nicht haben.
Hintergrund dieses Geldregens: Das Wirtschaftswachstum lahmt, die Immobilienblase pfeift aus dem letzten Loch und die Bilanzen der Banken sehen aus wie ein chinesisches Schattenkabinett – viel Rauch, wenig Substanz. Die Gewinne stagnieren, die Profitabilität sinkt – Zeit also für die gute alte Methode „Kapitalspritze“. Analysten, ganz objektiv natürlich, hatten der Regierung schon längst geraten, ihren Banken mal wieder ordentlich frisches Geld einzuflößen. Und siehe da – Wunsch erfüllt!
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