Cryptshare AGFreiburg im BreisgauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2020 bis zum 30.09.2021Bilanz
AnhangALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN Die Cryptshare AG hat ihren Sitz in Freiburg im Breisgau. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Nr. HRB 6144 eingetragen. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Bestimmungen der §§ 266 und 275 HGB. Die Bilanz ist in Kontoform, die Gewinn- und Verlustrechnung in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Folgende Bilanzpositionen wurden in Bezug auf den Vortragswert in laufender Rechnung angepasst: Entwicklungskosten für Software Die korrigierten und die ab dem 01.10.2020 zu Grunde gelegten Ansatz und Bewertungsgrundsätze sind in der folgenden Tabelle synoptisch dargestellt.
Aus der Umsetzung der dargestellten Änderungen reduzierte sich der Saldo des zugeordneten Buchungskontos per 01.10.2020 von 3.060.043 EUR um 1.123.793 EUR auf 1.936.253 EUR. Der Aufwand aus der Korrektur wurde als periodenfremder und außergewöhnlicher Aufwand unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Lizenzeinnahmen aus der Überlassung von Nutzungsrechten an der entwickelten Software wurden in den Vorjahren bis einschließlich 30.09.2020 zu 70% im Zeitpunkt der Vereinnahmung der Lizenzentgelte (der regelmäßig mit dem Beginn der Vertragsdauer von 36 Eine vollständige oder anteilige Ertragsrealisation aus der Einräumung von zeitlich befristeten Nutzungsrechten an einem immateriellen Vermögensgegenstand ist gem. DRS 24 Tz. 65 zulässig, sofern es sich bei dem eingeräumten Nutzungsrecht um ein exklusives Nutzungsrecht handelt und das wirtschaftliche Eigentum auf den Lizenznehmer übergeht. Die vertraglichen Vereinbarungen mit den Kunden sehen kein exklusives Nutzungsrecht für die überlassene Software vor. Das zivilrechtliche und wirtschaftliche Eigentum an den laufzeitabhängigen Lizenzen verbleibt demnach beim Lizenzgeber und der Erlös ist folglich über die Laufzeit des Lizenzvertrages gleichmäßig zu verteilen. Eine vollständige oder anteilige Ertragsrealisation im Zeitpunkt der Einräumung des Nutzungsrechts ist nicht zulässig. Das Standard Vertragsformular sieht weiterhin neben der Verpflichtung zur zeitlichen Überlassung der Software keine weitere Hauptpflicht seitens Cryptshare AG vor, die eine sachliche Trennung verschiedener Komponenten ermöglicht. Eine anteilige und auf Komponenten basierende Ertragsrealisation scheidet somit ebenfalls aus. Die bereits in den Vorjahren ergebniswirksam vereinnahmten Lizenzentgelte wurden – im Fall der zum 01.10.2020 noch aktiven Verträge – nach Maßgabe einer über die Laufzeit gleichmäßigen Auflösung neu verteilt und der Saldo des passiven Rechnungsabgrenzungspostens neu ermittelt. Der korrigierte Saldo des passiven Rechnungsabgrenzungspostens beträgt per 01.10.2020 6.802.391,64 EUR. Gegenüber dem im Jahresabschluss zum 30.09.2020 ausgewiesenen Saldo in Höhe von 2.336.735,16 EUR ergibt sich eine Zuführung in Höhe von Weitere Angaben wegen der Nichtvergleichbarkeit einzelner Posten des Jahresabschlusses mit denen des Vorjahres sind nicht notwendig. Auf eine Korrektur der Vorjahresabschlüsse wurde aufgrund der bereits im Zeitablauf eingetretenen Heilung der Mängel nach § 256 Abs. 6 AktG und im Hinblick auf den Jahresabschluss zum 30.09.2020 aufgrund der Tatsache, dass die Offenlegung des Jahresabschlusses zum 30.09.2021, in dem die Unrichtigkeiten in laufender Rechnung korrigiert werden, kurzfristig zu erwarten ist, verzichtet. Den Adressaten werden die durch die Änderung bedingten Informationen nicht wesentlich später bekannt als im Fall einer Rückwärtsänderung. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB auf. Größenabhängige Erleichterungen wurden weitestgehend in Anspruch genommen. Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. BILANZIERUNGSMETHODEN Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Bilanzierungsverbote nach § 248 Abs. 1 und § 248 Abs. 2 HGB wurden beachtet. Rückstellungen sind nur im Rahmen des § 249 Abs. 1 HGB gebildet. Die Auflösung der Rückstellungen erfolgte nach bestimmungsgemäßem Verbrauch. Rechnungsabgrenzungsposten wurden nur im Rahmen der Bestimmungen des § 250 HGB gebildet. Die auf den Jahresabschluss angewandten Ansatzmethoden sind mit Ausnahme der auf die angepassten Bilanzpositionen anwendbaren Ansatzmethoden (siehe Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss) beibehalten worden (§ 246 Abs. 3 Satz 1 HGB). BEWERTUNGSMETHODEN Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen – mit Ausnahme der Wertansätze des passiven Rechnungsabgrenzungspostens und der aktivierten Softwareentwicklungskosten – mit denen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Dem stehen weder tatsächliche noch rechtliche Gründe entgegen. Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Nach Auffassung der Geschäftsleitung liegt aber keine tatsächliche Überschuldung vor, da eine positive Fortbestehensprognose vorliegt. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind einzeln bewertet worden. Es ist vorsichtig bewertet worden. Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne wurden nur berücksichtigt, soweit diese am Abschlussstichtag realisiert waren. Aufwendungen und Erträge sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss erfasst. Die auf den Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden sind – mit Ausnahme der Bewertung der aktivierten Softwareentwicklungskosten – beibehalten worden. Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen wurde von der voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der betrieblichen Nutzungsverhältnisse ausgegangen. Es wurde ausschließlich von der linearen Abschreibungsmethode mit Sätzen zwischen 6 % und 33 % Gebrauch gemacht. Vermögensgegenstände im Einzelwert von 251,00 EUR bis 800,00 EUR werden im Zugangsjahr entsprechend § 6 Abs. 2 EStG sofort in voller Höhe abgeschrieben und gleichzeitig im Anlagenspiegel als Abgang behandelt. Die Leistungsforderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erforderliche Einzelwertberichtigungen wurden durchgeführt. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine ausreichende Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden unter Berücksichtigung der Vorschriften des § 256a HGB bewertet. Der Kassenbestand sowie das Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalbetrag ausgewiesen. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag auszuweisen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. ANGABEN ZUR BILANZ Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit Es bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 249.406,00 EUR. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Verpflichtungen aus Softwarenutzungs- und Lizenzverträgen wurden bei der Ermittlung dieses Betrages aufgrund der regelmäßig sehr kurzen Kündigungsfrist (1 Monat bis 24 Monate) und der hohen Anzahl an geringen Beträgen mit divergierenden Zeiträumen nicht einbezogen. Die Aufwendungen im Zusammenhang mit Softwarenutzungs- und Lizenzverträgen betrugen im Geschäftsjahr 64.875,65 EUR. ANGABEN ZUR G.U.V. Außerplanmäßige Abschreibungen Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen gem. § 253 Abs. 3 HGB in Höhe von 579.145,28 EUR vorgenommen. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen Außergewöhnliche Aufwendungen sind in Höhe von 5.803.987,14 EUR entstanden, die in Höhe von 5.589.449,48 EUR in Zusammenhang mit der Korrektur der Vortragswerte zum 01.10.2020 und in Höhe von 214.537,66 EUR mit der Abschreibung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stehen. SONSTIGE ANGABEN Aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ergibt sich ein Gesamtbetrag an ausschüttungsgesperrten Beträgen in Höhe von 1.685.332,00 EUR. Arbeitnehmer Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren durchschnittlich 69,5 Arbeitnehmer beschäftigt. Freiburg im Breisgau, 14. Januar 2022
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: |
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