Ein schwerer Eissturm hat am Wochenende große Teile der kanadischen Provinzen Ontario und Québec getroffen und massive Stromausfälle verursacht. Laut dem Energieversorger Hydro One waren am Sonntag über 300.000 Haushalte betroffen – insbesondere in Zentral- und Ost-Ontario.
Gefrierender Regen und umstürzende Bäume
Wie der Versorger mitteilte, sei die Hauptursache für die Ausfälle das Gewicht von gefrorenem Regen, der sich auf Ästen und Bäumen ablagere und diese zu Fall bringe – oft direkt auf Stromleitungen. Für Teile von Ontario, Québec und Ottawa warnte der Wetterdienst Environment Canada weiterhin vor anhaltendem gefrierendem Regen und möglichen Eisregen-Mischformen bis Montagmorgen.
Stromausfall bis Anfang April möglich
Hydro One rechnete am Sonntag damit, dass der Strom voraussichtlich erst am 1. April wieder flächendeckend hergestellt sein werde. Der Anbieter Alectra berichtete zusätzlich von rund 35.000 betroffenen Kunden, vor allem im Raum Barrie, nördlich von Toronto. Die Wiederherstellung der Stromversorgung gestalte sich aufgrund der Vereisung der Leitungen schwierig.
Orillia ruft Notstand aus
Die Stadt Orillia in Ontario erklärte aufgrund der anhaltenden Wetterlage den Notstand. Laut Behörden gibt es dort weitreichende Schäden an öffentlicher und privater Infrastruktur, gefährliche Straßenverhältnisse, umgestürzte Bäume sowie beschädigte Stromleitungen. Die Stadtverwaltung warnte ausdrücklich vor dem Verlassen des Hauses.
Bürger berichten von umgestürzten Bäumen und Straßensperrungen
In sozialen Netzwerken meldeten zahlreiche Anwohner gesperrte Straßen und hörbare Schäden durch umstürzende Bäume seit Beginn des Sturms.
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