Ein Flug der Billigfluggesellschaft Jetstar von Bali (Indonesien) nach Melbourne (Australien) musste am Montagabend, dem 31. März, umkehren, nachdem eine Passagierin versucht hatte, während des Fluges eine Tür des Flugzeugs zu öffnen.
Die Maschine mit über 200 Personen an Bord befand sich bereits etwa eine Stunde in der Luft über dem Indischen Ozean, als die Frau im hinteren Bereich des Flugzeugs die Türgriffvorrichtung betätigte. Laut Aussagen des Flugkapitäns ertönte sofort ein Warnsignal, das die Crew alarmierte.
Die Fluggesellschaft teilte mit, dass die Passagierin „disruptives Verhalten“ zeigte, aggressiv gegenüber dem Bordpersonal wurde und nach der Landung am Flughafen Denpasar von den lokalen Behörden abgeführt wurde.
Keine Gefahr des tatsächlichen Öffnens
Auch wenn solche Vorfälle für Mitreisende äußerst beängstigend sind, weisen Luftfahrtexperten immer wieder darauf hin: Türen eines Verkehrsflugzeugs lassen sich während des Fluges technisch nicht öffnen – unter anderem wegen des hohen Kabinendrucks.
Sicherheitsbedenken nehmen zu
Jetstar erklärte in einem offiziellen Statement: „Die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Gäste und Crewmitglieder haben oberste Priorität. Dieses Verhalten ist inakzeptabel und wird nicht toleriert.“
Unrühmliche Zwischenfälle mit renitenten Passagieren häufen sich weltweit. In den letzten Jahren kam es zu mehreren Fällen von Gewaltausbrüchen, Notöffnungen und sogar physischen Angriffen auf das Flugpersonal – was immer häufiger zu Umleitungen und Notlandungen führt. Viele Airlines und Behörden reagieren mittlerweile mit schärferen Sanktionen und Maßnahmen wie Sitzplatzrestriktionen in Nähe der Notausgänge.
Fazit: Kein Kavaliersdelikt
Auch wenn in diesem Fall kein größerer Schaden entstanden ist, zeigt der Vorfall erneut: Störungen an Bord sind kein Spaß, sondern potenziell gefährlich – für alle Beteiligten. Die Luftfahrtbranche steht zunehmend vor der Herausforderung, sowohl Prävention als auch konsequente Sanktionierung solcher Verhaltensweisen durchzusetzen.
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