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Startseite Interviews Interview mit Rechtsanwalt Jens Reime: Worauf sollten Aktieninteressenten achten?
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Interview mit Rechtsanwalt Jens Reime: Worauf sollten Aktieninteressenten achten?

PixelAlchemyStudio96 (CC0), Pixabay
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Interviewer: Herr Reime, vielen Dank, dass Sie sich heute die Zeit nehmen, mit uns über die wichtigsten Aspekte des Aktienhandels zu sprechen. Zu Beginn: Was sollten Aktieninteressenten grundsätzlich beachten, bevor sie investieren?

Jens Reime: Vielen Dank für die Einladung. Für Aktieninteressenten ist es zunächst wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass der Aktienmarkt langfristig orientiert ist. Man sollte also nicht mit der Erwartung einsteigen, schnell enorme Gewinne zu erzielen. Eine fundierte Recherche ist unerlässlich: Man muss die Geschäftsmodelle der Unternehmen verstehen, in die man investiert, und wissen, wie diese bewertet sind und welche Marktstellung sie haben. Auch langfristige Trends sollte man im Blick haben.

Interviewer: Viele Anleger fragen sich, ob sie auf sogenannte Wachstumsaktien setzen sollten, die ein hohes Potenzial für Kurssteigerungen haben, oder auf Dividendenaktien, die regelmäßige Ausschüttungen bieten. Was ist hier der entscheidende Unterschied?

Jens Reime: Die Wahl hängt stark von der persönlichen Anlagestrategie und Risikobereitschaft ab. Wachstumsaktien, vor allem im Technologiebereich, zeichnen sich oft durch hohe Kurssteigerungen und starke Volatilität aus. Das kann sehr lukrativ sein, bringt aber auch ein erhöhtes Risiko mit sich. Dividendenaktien hingegen bieten mehr Stabilität und regelmäßige Ausschüttungen, was besonders für Investoren interessant ist, die sich auf eine kontinuierliche Rendite verlassen möchten. Diese Aktien sind meist weniger volatil, bieten aber oft nicht das gleiche Wachstumspotenzial wie Wachstumswerte.

Interviewer: Wie sollten Anleger in Phasen starker Kurskorrekturen reagieren? Was raten Sie, wenn Aktien plötzlich stark an Wert verlieren?

Jens Reime: In solchen Phasen ist es das Wichtigste, nicht in Panik zu geraten. Kurskorrekturen sind ein normaler Bestandteil des Aktienmarktes und können sogar Chancen bieten, günstig nachzukaufen. Entscheidend ist jedoch, die Gründe für den Kursverfall zu verstehen: Handelt es sich um eine allgemeine Marktbewegung oder hat das Unternehmen strukturelle Probleme? Wenn die fundamentalen Daten des Unternehmens stimmen und die langfristigen Aussichten weiterhin positiv sind, könnte es sinnvoll sein, die Position zu halten oder sogar aufzustocken.

Interviewer: Viele Anleger denken über eine internationale Diversifizierung nach. Sollte man sich vorwiegend auf heimische Unternehmen konzentrieren oder auch weltweit streuen?

Jens Reime: Eine gesunde Mischung ist hier der Schlüssel. Heimische Unternehmen haben den Vorteil, dass man sie und ihren Markt besser kennt, was die Einschätzung erleichtert. Dennoch ist es sinnvoll, auch global zu diversifizieren, um das Risiko zu streuen. Märkte in anderen Regionen können sich unabhängig voneinander entwickeln, und eine breite geografische Streuung hilft, regionale Risiken abzufedern.

Interviewer: Ein weiteres Thema, das Anleger beschäftigt, sind rechtliche Risiken. Wie kann man sich gegen Risiken absichern, die durch gesetzliche Änderungen oder neue Regularien entstehen?

Jens Reime: Gesetzesänderungen und neue regulatorische Vorgaben können natürlich Einfluss auf Aktienkurse haben, insbesondere in stark regulierten Branchen wie Energie oder Finanzen. Hier ist es ratsam, die politische und rechtliche Entwicklung im Blick zu behalten. Ein guter Weg, das Risiko zu minimieren, ist es, in verschiedene Branchen zu investieren und darauf zu achten, dass man nicht übermäßig in stark regulierte Sektoren investiert, die von politischen Entscheidungen stark betroffen sein könnten.

Interviewer: Ein weiteres spannendes Thema sind sogenannte „Turnaround-Aktien“, also Aktien von Unternehmen, die in einer schwierigen Lage sind, aber Potenzial für eine Erholung haben. Was halten Sie von dieser Strategie?

Jens Reime: Turnaround-Aktien können durchaus sehr attraktiv sein, da sie oft große Chancen bieten – aber sie sind auch mit enormen Risiken verbunden. Bevor man in solche Aktien investiert, muss man sehr genau recherchieren und verstehen, warum das Unternehmen in Schwierigkeiten ist und ob es realistische Chancen für eine Erholung gibt. Oft reagieren die Märkte emotional, was zu großen Kursrückgängen führt, die nicht immer gerechtfertigt sind. Aber wenn ein Unternehmen strukturelle Probleme hat, die nicht kurzfristig behoben werden können, sollte man vorsichtig sein.

Interviewer: Zum Abschluss: Haben Sie einen generellen Rat für Anleger, die neu an der Börse sind?

Jens Reime: Geduld ist entscheidend. Der Aktienmarkt belohnt langfristig orientierte Anleger. Es ist kaum möglich, den Markt ständig „zu timen“, also den perfekten Ein- und Ausstiegszeitpunkt zu finden. Es ist klüger, kontinuierlich zu investieren und auf langfristige Entwicklungen zu setzen. Und noch ein wichtiger Punkt: Investieren Sie nur in Unternehmen, deren Geschäftsmodell Sie wirklich verstehen. Dies reduziert das Risiko, von unerwarteten Entwicklungen überrascht zu werden.

Interviewer: Vielen Dank für Ihre wertvollen Einblicke, Herr Reime!

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