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Startseite Interviews Interview mit Rechtsanwalt Thomas Sontowski über Betrug und Geldwäsche im Kryptowährungsbereich
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Interview mit Rechtsanwalt Thomas Sontowski über Betrug und Geldwäsche im Kryptowährungsbereich

vjkombajn (CC0), Pixabay
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Interviewer: Herr Sontowski, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview nehmen. Kryptowährungen sind für viele Anleger attraktiv, aber sie scheinen auch Betrüger anzuziehen. Was können Sie uns über die Methoden erzählen, die diese Betrüger verwenden?

Thomas Sontowski: Vielen Dank für die Einladung. Das stimmt, Kryptowährungen ziehen durch ihre Anonymität und die Möglichkeit hoher Renditen viele Menschen an, aber leider auch Kriminelle. Sobald das Geld von ahnungslosen Anlegern gestohlen ist, beginnt der nächste Schritt: die Geldwäsche. Die Täter nutzen raffinierte Methoden, um die Herkunft der gestohlenen Kryptowährungen zu verschleiern.

Interviewer: Wie funktioniert dieser Prozess der Geldwäsche konkret?

Thomas Sontowski: Der Prozess beginnt oft mit dem sogenannten „Mixing“ oder „Tumbling“. Dabei werden die erbeuteten Coins in kleinere Beträge aufgeteilt und über verschiedene Wallets verschoben. Diese Coins durchlaufen oft hunderte von Transaktionen, um ihre Herkunft unkenntlich zu machen. Dadurch entstehen komplizierte Transaktionsketten, die es den Behörden extrem schwer machen, den Weg des Geldes zurückzuverfolgen.

Interviewer: Welche anderen Methoden nutzen die Betrüger?

Thomas Sontowski: Ein gängiger Ansatz ist die Nutzung von Kryptowährungsbörsen, insbesondere solcher, die schwach reguliert sind oder sich in Ländern befinden, wo es kaum Vorgaben zur Bekämpfung der Geldwäsche gibt. Die Täter tauschen die Kryptowährungen in andere digitale Coins oder sogar in traditionelle Währungen um, oft über anonyme Börsen oder dezentrale Plattformen, die keine strengen Identitätsprüfungen durchführen.

Interviewer: Gibt es noch raffiniertere Methoden, die Betrüger verwenden?

Thomas Sontowski: Ja, die Täter nutzen auch sogenannte Privacy Coins. Diese Kryptowährungen sind speziell darauf ausgelegt, Transaktionsdetails zu verschleiern, wodurch es nahezu unmöglich wird, nachvollziehbare Spuren zu hinterlassen. Darüber hinaus kommen auch Methoden wie „Plattform-Hopping“ und „Cross-Chain Swaps“ zum Einsatz. Hierbei wechseln die Täter die Blockchain, auf der die Coins gespeichert sind, oder tauschen sie gegen andere digitale Assets.

Interviewer: Haben Sie Beispiele für solche Methoden?

Thomas Sontowski: Tatsächlich wird auch der Kauf und Verkauf von Non-Fungible Tokens (NFTs) zunehmend genutzt. Betrüger kaufen NFTs mit gestohlenem Geld und verkaufen sie später oft in kleinen Beträgen über verschiedene Konten, um die Herkunft der Gelder weiter zu verschleiern.

Interviewer: Was raten Sie den Opfern von Kryptobetrug?

Thomas Sontowski: Es ist entscheidend, dass Opfer schnell handeln. Jede Verzögerung erhöht die Chancen der Täter, das Geld vollständig zu waschen und unauffindbar zu machen. Ich empfehle, sich umgehend an einen erfahrenen Anwalt zu wenden, der die notwendigen Schritte einleiten kann, um die Chancen auf eine Rückgewinnung des Geldes zu maximieren und rechtliche Maßnahmen gegen die Täter zu ergreifen.

Interviewer: Vielen Dank, Herr Sontowski, für Ihre wertvollen Einblicke und Ratschläge in diesem komplexen und wichtigen Thema.

Thomas Sontowski: Ich danke Ihnen! Es ist wichtig, dass Anleger informiert sind und wissen, wie sie sich schützen können.

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