Am Valentinstag wurden über 400 Mitarbeitende des U.S. Fish & Wildlife Service in einer landesweiten Videokonferenz überraschend entlassen. In der etwa 20-minütigen Sitzung, die viele Betroffene aufzeichneten, brach bei mehreren die Fassung – hörbar war sogar Weinen im Hintergrund. Die Führungskräfte versuchten, die Nachricht mitfühlend zu überbringen, sprachen von „schmerzhaften Entscheidungen“ und betonten, dass es nicht an der Leistung der Beschäftigten liege.
Die Massenentlassung ist Teil der von Präsident Trump und dem von Elon Musk geleiteten Department of Government Efficiency angeordneten Kürzungen im öffentlichen Dienst.
Kurz nach der Kündigung erhielten die Betroffenen eine E-Mail vom Innenministerium, die einen raueren Ton anschlug und mitteilte, ihre Fähigkeiten entsprächen nicht mehr den Anforderungen der Behörde.
Zu den Entlassenen gehören unter anderem Mitarbeitende von Schutzgebieten in Florida, darunter die Refugien in Sanibel Island, Crystal River und dem Everglades-Raum. In Summe verlor der U.S. Fish & Wildlife Service über 400 Mitarbeiter – fast ausschließlich solche, die sich noch in der Probezeit oder im befristeten Dienstverhältnis befanden.
Rolle rückwärts nach Gerichtsurteil
Nach einem gerichtlichen Stopp der Massenkündigungen durch Bundesgerichte in Kalifornien und Maryland wurde einigen ehemaligen Angestellten nun überraschend die Rückkehr angeboten.
Abby Berg, eine entlassene Projektmanagerin aus dem „Ding“ Darling National Wildlife Refuge, zeigte sich bewegt: „Es war mein absoluter Traumjob. Nun die Chance zu haben, zurückzukehren, ist kaum zu glauben.“
Ähnlich äußerte sich Brier Ryver, die nach eigenen Angaben schon über 80 Bewerbungen verschickt hatten, aber nun wieder bei Fish & Wildlife anfangen könnten.
Das US-Innenministerium äußerte sich bislang nicht dazu, ob alle Betroffenen ein Rückkehrangebot erhalten oder wann dieses umgesetzt wird.
Kontext der Maßnahmen
Die Entlassungen reihen sich ein in Trumps massives Sparprogramm im öffentlichen Sektor. Auch andere Bundesbehörden sind betroffen, wobei die US-Regierung argumentiert, „fiskalische Verantwortung“ sicherstellen zu wollen.
Intern betonten die Führungskräfte bei Fish & Wildlife, dass es sich nicht um eine „Leistungs- oder Verhaltensfrage“ handele, sondern um eine „Richtung, die die Regierung eingeschlagen hat“.
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