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Parmalat

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Nach 2008 ist dies bereits die zweite Verurteilung des ehemaligen Chefs des italienischen Milchkonzerns
Calisto Tanzi, einstiger Boss des 2003 implodierten italienischen Milchkonzerns Parmalat, ist am Freitag zu einer neuerlichen Haftstrafe verurteilt worden, und zwar zu 18 Jahren Gefängnis wegen betrügerischen Bankrotts. Die Staatsanwaltschaft hatte 20 Jahre gefordert.

Es ist bereits Tanzis zweite Verurteilung im Zusammenhang mit dem Parmalat- Zusammenbruch, und weitere könnten folgen. Erst im Mai hatte ein Mailänder Berufungsgericht eine zehnjährige Haftstrafe gegen ihn aus dem Jahr 2008 wegen Börsespekulation bestätigt, so dass dem Geschäftsmann nun noch das Kassationsgericht bleibt, um eine endgültige Gefängnisstrafe in dem Fall abzuwenden.

„Eine so schwere Strafe habe ich nicht erwartet“, sagte Tanzi in einer ersten Reaktion. In dem Verfahren standen insgesamt 17 Angeklagte wegen Bilanzfälschung und des Bankrotts vor Gericht, auch anderen ehemals führenden Köpfen des Milchkonzerns wurden Gefängnisstrafen auferlegt. Es bleiben ihnen wie auch der Staatsanwaltschaft nach dem Urteil in erster Instanz noch zwei Berufungsetappen.

Weil noch kein Urteil rechtskräftig ist, weilt der 72-Jährige weiter auf freiem Fuß.

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