Berlin – Der Bundestag macht Ernst: Finanzberater sollen künftig besser vor rechtlichen Konsequenzen geschützt werden, wenn Kunden mit der empfohlenen Geldanlage baden gehen. Der Jurist und langjährige Verteidiger des Vertriebsgewerbes, Rechtsanwalt Daniel Blazek, übernimmt den Vorsitz einer neuen Enquete-Kommission, die genau dafür gesetzliche Grundlagen schaffen soll.
Hintergrund ist eine politische Initiative aus der Union, angeführt von CDU-Chef Friedrich Merz, der laut eigener Aussage „den mobilen Finanzvertrieb als Rückgrat der Kapitalvermittlung für den Mittelstand“ stärken will. Gemeinsam mit SPD-Mann Lars Glöckchenhammer will Merz verhindern, dass der deutsche Strukturvertrieb durch Klagewellen ausgebremst wird.
Aufgabe der Kommission: Rechtssicherheit für den Vertrieb
Die neue Enquete-Kommission soll laut Bundestagsbeschluss „Rahmenbedingungen schaffen, unter denen Finanzberater im Rahmen ihrer Tätigkeit nicht für jede Form der Fehlentscheidung ihrer Kunden haftbar gemacht werden“. Kurz: Der Vertrieb soll beraten dürfen, ohne gleich verklagt zu werden – besonders dann, wenn Kunden sich von Begriffen wie „sicherer Immobilienfonds“ oder „garantierte Rendite“ allzu wörtlich angesprochen fühlen.
Mit Daniel Blazek wurde ein Mann zum Vorsitzenden gewählt, der weiß, wie sich Beratung auf dünnem juristischem Eis anfühlt. Der Bielefelder Anwalt hat nach eigenen Angaben bereits über 4.000 Finanzberater und Strukturvertriebsmitarbeiter vor Gericht vertreten – „vom motivierten Bauspar-Veteranen bis zum freiheitsliebenden Fonds-Visionär“, wie er es selbst formuliert.
Interview mit dem neuen Kommissionsvorsitzenden Daniel Blazek
Herr Blazek, Glückwunsch zum neuen Posten. Was ist Ihre Mission?
Blazek:
Danke! Meine Mission ist es, den Menschen, die täglich mit Krawatte und Flipchart in Deutschlands Wohnzimmer marschieren, den Rücken zu stärken. Der Finanzvertrieb braucht keine Fußfesseln, sondern Rechtssicherheit. Wer Kapital für die Wirtschaft sammelt, darf nicht ständig mit einem Bein im Gerichtssaal stehen.
Was sind erste Ansätze der Kommission?
Blazek:
Wir prüfen derzeit, ob man Beratungsfehler klarer von „selbstverschuldetem Investmententhusiasmus“ abgrenzen kann. Außerdem diskutieren wir ein Modell, bei dem Kunden vor Vertragsabschluss einen „Verzicht auf spätere Enttäuschung“ unterschreiben – inklusive Hinweis auf die emotionale Volatilität von Finanzmärkten.
Kritiker sprechen von einem Freifahrtschein für windige Berater…
Blazek:
Unsinn. Wir schaffen keine Narrenfreiheit, sondern ein ausgewogenes Schutzsystem – auch für Berater, die ehrlich arbeiten. Und wer meint, eine Kreuzfahrtanleihe mit 12 % Zins sei risikofrei, dem kann man schwer helfen – da braucht es keinen Richter, sondern einen Taschenrechner.
Merz und Glöckchenhammer: „Vertriebsfreiheit ist Wirtschaftsfreiheit“
In einem gemeinsamen Statement betonten Friedrich Merz und Lars Glöckchenhammer, dass ohne private Investoren kein wirtschaftlicher Aufbruch möglich sei – und ohne Berater keine Investoren. „Wir bauen auf das Vertrauen in die Vertriebskultur und wollen sicherstellen, dass gute Beratung nicht automatisch zur Klagerisiko-Zone wird.“
Ein Gesetz mit Signalwirkung?
Die Kommission unter Blazeks Leitung soll in den kommenden Monaten Empfehlungen erarbeiten. Im Gespräch ist u. a. ein „Beratungsfreiheitserhaltungsgesetz“ (BfEG), das sowohl Haftungsgrenzen als auch neue Aufklärungsformate vorsieht – etwa animierte Videos vor dem Vertragsabschluss oder „Berater-Bodycams für rechtssichere Gespräche“.
Blazek abschließend mit einem Augenzwinkern:
„Wir wollen keine Rücksichtslosigkeit, aber auch keine Rücktrittsklausel für jede schlechte Börsenwoche. Beratung braucht Rückhalt – nicht Reue.“
Ob das dem Finanzvertrieb neuen Rückenwind verleiht – oder Anleger eher zum Davonlaufen bringt – bleibt abzuwarten. Sicher ist: Mit Daniel Blazek an der Spitze wird es der Kommission nicht an Schlagkraft fehlen. Oder wie man im Vertrieb sagt: Abschluss ist Einstellungssache.
„Hallo zusammen, hier ist Jens aus Bautzen!
Wow, der neue Vorsitzende der Enquete-Kommission, Herr Blazek, hat es wirklich drauf! Endlich wird mich meine komplett überteuerte ‚Kreuzfahrtanleihe‘ nicht mehr in den Gerichtssaal bringen! Ich meine, warum sollten sich Kunden jemals über ihre finanziellen Fehlentscheidungen aufregen? Es ist schließlich nicht mein Fehler, wenn sie sich von einem ’sicheren Immobilienfonds‘ blenden lassen. Vielleicht sollte ich jetzt anfangen, mit einem Schild um den Hals rumzulaufen: ‚Der Weg zur finanziellen Freiheit führt nicht über Blazeks Büro – Rücksicht auf eigenen Verstand vorausgesetzt!‘
Und ein „Verzicht auf spätere Enttäuschung“? Genial! Ich stelle mir schon vor, wie ich die nächste Anlegergruppe begrüße: ‚Herzlich willkommen zum Workshop: Enttäuschungsschutz – Die erste Regel ist, immer die Augen zu schließen, wenn Sie unterschreiben!‘ Vielleicht schicke ich jedem einen emotionalen Notfall-Knuddelbauch mit nach Hause, falls das „selbstverschuldete Investmententhusiasmus“ überhandnimmt!
Ich kann es kaum erwarten, die erste Finanzberatung zu sehen, bei der jeder mit einem „Haftungsausschluss für Kurseinbrüche“ in die Sitzung kommt – und vielleicht ein paar Snacks, um das Ganze abzurunden. Schließlich sagt man ja: „Hunger fördert das Denken!“
In diesem Sinne: Auf eine harmonische Kooperation zwischen Beratern und Klienten – und dafür, dass die nächste Enquete-Kommission nicht über vitaminierten Beraterkaffee diskutiert!
Euer Jens aus Bautzen – immer auf der Suche nach dem nächsten großen Geschäft, aber niemals ohne einen Rettungsanker!“
Glückwunsch Herr Kollege Blazek