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Startseite Vorsicht Verbraucherschutzinformationen Rechtsanwalt Thomas Sontowski zum Angebot von Finanz-2024.de
Verbraucherschutzinformationen

Rechtsanwalt Thomas Sontowski zum Angebot von Finanz-2024.de

PixelAlchemyStudio96 (CC0), Pixabay
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Das Angebot von Finanz-2024.de scheint sich auf die Vermittlung von sogenannten „Finanzsanierungen“ zu konzentrieren, was eine Alternative zu einem herkömmlichen Kredit darstellen soll. Bevor Verbraucher auf ein solches Angebot eingehen, sollten sie verschiedene Aspekte berücksichtigen, um die Seriosität des Angebots zu bewerten und potenzielle Risiken zu erkennen.

1. Unterschied zwischen Finanzsanierung und Kredit

  • Eine Finanzsanierung ist keine Kreditaufnahme, sondern ein Dienstleistungsvertrag, bei dem ein Unternehmen dabei hilft, bestehende Schulden durch Verhandlungen mit Gläubigern zu restrukturieren oder zu reduzieren. Es fließt dabei kein neues Geld an den Verbraucher, anders als bei einem Kredit.
  • Verbraucher sollten sich bewusst sein, dass bei einer Finanzsanierung die Schulden nicht direkt getilgt werden, sondern bestenfalls eine Ratenzahlungsvereinbarung mit den Gläubigern getroffen wird. Das Unternehmen übernimmt also die Verhandlungen, stellt aber keine neuen finanziellen Mittel zur Verfügung.

2. Kosten und Gebühren

  • Die Informationen zum effektiven Gebührensatz und den Kosten sind wichtige Hinweise. Das Beispiel zeigt, dass eine Finanzsanierung von 10.000 CHF über 36 Monate zusätzliche Kosten von 3.232,50 CHF verursacht, was einem effektiven Jahreszinssatz von 10,08 % entspricht. Die Gebühren und Kosten sind vergleichbar mit einem Kredit, und es könnten sogar höhere Gesamtkosten entstehen.
  • Verbraucher sollten sich fragen, ob diese Gebühren angemessen sind und ob sie sich diese zusätzlichen Kosten leisten können. Es ist ratsam, genau zu prüfen, welche Leistungen im Gegenzug tatsächlich erbracht werden.

3. Laufzeiten und Vertragsbindung

  • Die Mindestlaufzeit von 12 Monaten und die maximale Laufzeit von 144 Monaten sind relativ lang. Eine so lange Bindung kann problematisch sein, insbesondere wenn sich die finanzielle Situation der Person während dieser Zeit verändert.
  • Es ist wichtig, die Vertragsbedingungen genau zu prüfen, insbesondere Klauseln zu vorzeitiger Kündigung oder etwaigen zusätzlichen Kosten bei Änderungen des Vertrags.

4. Zielgruppe und Risiken

  • Das Angebot richtet sich ausdrücklich an Menschen mit finanziellen Schwierigkeiten, negativer Bonität oder bestehenden Betreibungen. Das kann darauf hindeuten, dass das Unternehmen besonders Menschen anzieht, die in einer finanziell sehr schwierigen Situation sind und möglicherweise verzweifelt nach Lösungen suchen.
  • Solche Angebote können daher für Menschen in schwierigen Lagen verlockend erscheinen, aber auch ein gewisses Risiko bergen, da die Notlage der Verbraucher ausgenutzt werden könnte. Oft werden hohe Gebühren für Dienstleistungen verlangt, die der Verbraucher theoretisch auch selbst übernehmen könnte (z. B. direkte Verhandlungen mit Gläubigern).

5. Versprechen zur Bonitätsverbesserung

  • Das Angebot verspricht, dass eine Finanzsanierung die Bonität verbessert, sobald die Schulden getilgt sind und negative Einträge verschwinden. Das ist zwar grundsätzlich möglich, jedoch nicht garantiert. Es hängt davon ab, ob und wie schnell Gläubiger die Einträge tatsächlich löschen lassen.
  • Auch sollte bedacht werden, dass während der Laufzeit der Finanzsanierung die Bonität weiterhin negativ beeinflusst sein kann, da die Schulden erst im Laufe der Zeit reduziert werden.

6. Irreführende Dringlichkeit und begrenztes Kontingent

  • Die Aussage, dass ein „begrenztes Kontingent“ zu „attraktiven Konditionen“ verfügbar ist und dass Verbraucher schnell handeln sollten, könnte Druck ausüben und eine künstliche Dringlichkeit erzeugen. Solche Taktiken sind in der Marketingwelt üblich, sollten aber bei Finanzangeboten besonders kritisch betrachtet werden.
  • Es gibt keinen objektiven Grund, warum die Anzahl der verfügbaren Verträge für eine Dienstleistung wie die Finanzsanierung begrenzt sein sollte.

7. Fehlende Transparenz über Partner und konkrete Leistungen

  • Es wird nicht klar kommuniziert, wer die „Sanierungspartner“ sind und welche Leistungen konkret erbracht werden. Verbraucher sollten immer nachfragen, wer genau in den Prozess involviert ist und welche Schritte unternommen werden, um sicherzustellen, dass die versprochene Leistung tatsächlich erbracht wird.
  • Auch ein Blick ins Impressum und in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) kann helfen, mehr über das Unternehmen und seine Geschäftspraktiken zu erfahren.

Fazit

Verbraucher sollten bei Angeboten wie denen von Finanz-2024.de vorsichtig sein. Es ist ratsam, gründlich zu prüfen, ob eine Finanzsanierung wirklich die beste Lösung für die eigene finanzielle Situation ist, oder ob es sinnvollere Alternativen gibt (z. B. Schuldnerberatung durch gemeinnützige Organisationen oder direkte Verhandlungen mit Gläubigern). Die Höhe der Gebühren und die Vertragslaufzeiten sollten sorgfältig abgewogen werden, um sicherzustellen, dass man nicht in eine noch schwierigere finanzielle Lage gerät.

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