Die US-Verkehrsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hat in der Woche vom 24. bis 30. März mehrere Rückrufe veröffentlicht – insgesamt sind mehr als 45.000 Fahrzeuge betroffen, darunter Modelle von Ford, Volvo und Nissan/INFINITI.
Ford: Probleme bei Escape, Bronco Sport und Explorer
Ford ruft bestimmte Modelle der Baureihen Escape (2020–2022) und Bronco Sport (2021–2023) zurück. Grund ist eine mögliche Undichtigkeit der Kraftstoffeinspritzung – in einigen Fällen wurde bei einem früheren Rückruf die Reparatur offenbar nicht korrekt durchgeführt. Zudem fehlt bei betroffenen Fahrzeugen ein notwendiges Update der Motorsteuerungssoftware (Powertrain Control Module).
Auch rund 37.823 Exemplare des Ford Explorer (2020–2022) sind betroffen. Hier könnte ein fehlerhafter hinterer Achsbolzen brechen, was im schlimmsten Fall zur Trennung der Antriebswelle führen kann. Auch hier wurde bei einer früheren Reparatur offenbar nicht die vollständige Lösung umgesetzt.
Die Software wird in beiden Fällen kostenlos beim Händler aktualisiert. Benachrichtigungsschreiben an Fahrzeughalter sollen ab dem 24. April versendet werden.
Volvo: Brandgefahr bei Plug-in-Hybriden
Volvo ruft insgesamt 7.483 Plug-in-Hybrid-Modelle zurück, bei denen die Hochvolt-Batterie bei voller Ladung und im geparkten Zustand einen Kurzschluss verursachen kann. Betroffen sind folgende Modelle der Baujahre 2020 bis 2022:
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S60, S90, V60, V90
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XC60, XC90
Bis zur Behebung des Problems sollten die Fahrzeuge nicht geladen werden. Händler prüfen und ersetzen bei Bedarf die Batterieeinheit und führen ein Software-Update durch. Die Benachrichtigung erfolgt ab dem 15. Mai.
Nissan und INFINITI: Schwache Bremsen
Nissan ruft 1.430 Fahrzeuge der Modellreihen Murano, Pathfinder und INFINITI QX60 (Modelljahr 2025) zurück. Die vorderen Bremssättel könnten Materialschwächen aufweisen und brechen.
Die Händler ersetzen die betroffenen Bremskomponenten kostenlos. Die Halterschaft wird ab dem 9. Mai benachrichtigt.
Tipp für Fahrzeughalter
Wer prüfen möchte, ob das eigene Fahrzeug betroffen ist, kann dies auf der offiziellen Website der NHTSA tun – dort lässt sich per Fahrgestellnummer (VIN) nach Rückrufen suchen.
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