In mehreren Interviews hat US-Präsident Donald Trump seine Haltung zu steigenden Autopreisen, Sicherheitslecks und außenpolitischen Zielen bekräftigt – und dabei erneut mit provokanten Aussagen für Aufmerksamkeit gesorgt.
Autozölle: „Sollen die Preise doch steigen“
Trump verteidigte die kürzlich eingeführten Importzölle von 25 % auf ausländische Autos und Autoteile. Dass dadurch die Preise für Verbraucher in den USA steigen könnten, sei ihm „völlig egal“, so Trump in einem Interview mit NBC News. Seine Botschaft an Autobauer: Wer in den USA produziere, werde profitieren – wer das nicht tue, müsse eben umdenken.
Selbst Teile, die in US-Fabriken verbaut werden, stammen häufig aus dem Ausland. Doch Trump hofft, dass höhere Preise für ausländische Modelle den Absatz amerikanischer Fahrzeuge ankurbeln werden. Für Autos, die unter das Nordamerikanische Handelsabkommen (USMCA) fallen, gelten teilweise Ausnahmen.
Sicherheitsleck: Keine Konsequenzen
Auch zu einem kürzlich bekannt gewordenen Sicherheitsleck nahm Trump Stellung: In einer Signal-Chatgruppe hatten hochrangige Regierungsvertreter, darunter Vizepräsident JD Vance und Verteidigungsminister Pete Hegseth, militärische Pläne zum Vorgehen gegen Huthi-Rebellen in Jemen diskutiert – versehentlich im Beisein eines Journalisten. Trump sieht dennoch keinen Grund für personelle Konsequenzen. Er sprach von „Hexenjagd“ und „Fake News“.
Grönland – immer noch ein Thema
Erstaunlich direkt äußerte sich Trump zudem zu einem alten Thema: dem möglichen Kauf Grönlands. Er habe darüber „ernsthafte Gespräche“ geführt, sagte Trump. Ein Erwerb sei „vielleicht sogar ohne militärische Mittel“ denkbar. Gleichzeitig betonte er, nichts grundsätzlich auszuschließen. Kritik aus Dänemark und von Grönlands Bevölkerung wies er zurück – das sei eine Frage „internationaler Sicherheit“.
Klare Worte an Russland und Iran
Auch außenpolitisch zeigte sich Trump angriffslustig. Die jüngste Kritik des russischen Präsidenten Putin an der Ukraine habe ihn „wütend gemacht“. Er drohte Russland mit zusätzlichen Öl-Zöllen von bis zu 50 %, sollte Moskau Friedensverhandlungen weiterhin behindern.
Im Falle Irans drohte Trump mit Bombenangriffen oder neuen Sanktionen, sollte keine Einigung über das Atomprogramm erzielt werden. Zwar gäbe es Gespräche, Details nannte er aber nicht.
Dritte Amtszeit? „Ich mache keine Witze“
Für neue Diskussionen sorgte auch Trumps Aussage zur Möglichkeit einer dritten Amtszeit – obwohl die US-Verfassung das eindeutig verbietet. Zwar räumte er ein, dass es „noch früh“ sei, aber er schloss eine weitere Kandidatur nicht aus. „Ich mache keine Witze“, betonte er auf Nachfrage.
Die US-Verfassung erlaubt nur zwei gewählte Amtszeiten. Änderungen daran wären nur durch ein aufwändiges Verfassungsänderungsverfahren möglich.
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