Einstellungen für die Zustimmung anpassen

Wir verwenden Cookies, damit Sie effizient navigieren und bestimmte Funktionen ausführen können. Detaillierte Informationen zu allen Cookies finden Sie unten unter jeder Einwilligungskategorie.

Die als „notwendig" kategorisierten Cookies werden in Ihrem Browser gespeichert, da sie für die Aktivierung der grundlegenden Funktionalitäten der Website unerlässlich sind.... 

Immer aktiv

Notwendige Cookies sind für die Grundfunktionen der Website von entscheidender Bedeutung. Ohne sie kann die Website nicht in der vorgesehenen Weise funktionieren.Diese Cookies speichern keine personenbezogenen Daten.

Keine Cookies zum Anzeigen.

Funktionale Cookies unterstützen bei der Ausführung bestimmter Funktionen, z. B. beim Teilen des Inhalts der Website auf Social Media-Plattformen, beim Sammeln von Feedbacks und anderen Funktionen von Drittanbietern.

Keine Cookies zum Anzeigen.

Analyse-Cookies werden verwendet um zu verstehen, wie Besucher mit der Website interagieren. Diese Cookies dienen zu Aussagen über die Anzahl der Besucher, Absprungrate, Herkunft der Besucher usw.

Keine Cookies zum Anzeigen.

Leistungs-Cookies werden verwendet, um die wichtigsten Leistungsindizes der Website zu verstehen und zu analysieren. Dies trägt dazu bei, den Besuchern ein besseres Nutzererlebnis zu bieten.

Keine Cookies zum Anzeigen.

Werbe-Cookies werden verwendet, um Besuchern auf der Grundlage der von ihnen zuvor besuchten Seiten maßgeschneiderte Werbung zu liefern und die Wirksamkeit von Werbekampagne nzu analysieren.

Keine Cookies zum Anzeigen.

Startseite Allgemeines Trumps Lieblings-F-Wort: „Fraud“ – und wie es seine Politik bestimmt
Allgemeines

Trumps Lieblings-F-Wort: „Fraud“ – und wie es seine Politik bestimmt

Sammy-Sander (CC0), Pixabay
Teilen

Donald Trump hat ein neues Lieblingswort – oder besser gesagt: ein altes, das er nie wirklich losgelassen hat. „Fraud“, also Betrug, ist wieder in aller Munde im Weißen Haus. Ob bei Wahlen, Sozialleistungen oder Regierungsprogrammen – überall wittert der Präsident Täuschung, Missbrauch und dunkle Machenschaften. Und er nutzt das Wort wie ein politisches Schweizer Taschenmesser: als Begründung, Waffe und Vorwand zugleich.

Wahlbetrug: Behauptung ohne Beweise

Trump hat drei Präsidentschaftswahlen bestritten – zwei davon gewonnen. Trotzdem behauptete er in allen drei Fällen, es habe massiven Wahlbetrug gegeben. In seiner ersten Amtszeit setzte er sogar eine Sonderkommission ein, um Beweise zu finden. Das Ergebnis? Keine. Die Kommission wurde stillschweigend aufgelöst.

Jetzt, in seiner zweiten Amtszeit, interessiert ihn die Beweisführung gar nicht mehr. Stattdessen hat er per Dekret angeordnet, dass bei der Wählerregistrierung in allen Bundesstaaten ein Nachweis über die Staatsbürgerschaft verlangt wird – obwohl bereits jetzt nur Staatsbürger wählen dürfen. Kritiker warnen: Das könnte Millionen Bürgern – vor allem Älteren und Geringverdienern – das Wahlrecht erschweren.

Und als wäre das nicht genug, soll Elon Musks neu geschaffene „Effizienzbehörde“ DOGE Zugang zu den Wählerlisten der Bundesstaaten bekommen. Datenschützer und Verfassungsjuristen schlagen bereits Alarm.

Sozialbetrug – oder doch nur Sparwut mit neuem Etikett?

Trump hatte im Wahlkampf versprochen, Sozialleistungen wie Medicare, Medicaid oder Sozialversicherung nicht anzutasten. Jetzt aber klingt es anders: Man müsse den „Missbrauch“ dieser Systeme bekämpfen, erklärt er. Wieder das Zauberwort: „Fraud“.

Gemeinsam mit Elon Musk behauptet er, Millionen US-Amerikaner würden unrechtmäßig Leistungen beziehen – vor allem sehr alte Menschen. Grundlage dafür? Eine sehr großzügige Interpretation von fehlerhaften Datenbanken. Die zuständige Behörde kündigte kürzlich sogar an, Menschen zur persönlichen Vorsprache zu zwingen, wenn sie sich online nicht identifizieren können. Der öffentliche Aufschrei führte zu einer Verschiebung dieser Maßnahme.

Das Ergebnis dieser Kampagne ist paradox: Während man angeblich Betrug bekämpfen will, kürzt man genau dort, wo echte Kontrolle stattfinden sollte – etwa bei den staatlichen Prüfern, den sogenannten Inspectors General. Sogar die Steuerbehörde IRS verliert Tausende Mitarbeiter mitten in der Hauptsaison.

DOGE: Das neue Machtinstrument im Schatten

Trump lobt DOGE, seine Effizienzbehörde, in höchsten Tönen. Sie habe „hunderte Milliarden Dollar an Betrug aufgedeckt“, so der Präsident. Doch Beweise? Fehlanzeige. Die Behörde arbeitet im Verborgenen, ihre Zahlen gelten als aufgeblasen und fehlerhaft. Viele der gestrichenen Programme waren schlicht politische Gegensätze – aber keine Fälle von Betrug im rechtlichen Sinne.

Interessanterweise waren es genau Trumps eigene Unternehmen, die in den vergangenen Jahren wegen Steuerbetrugs verurteilt wurden. Ein klassischer Fall von „Tu, was ich sage – nicht, was ich tue“.

Wahlbetrug, die Rückkehr

Trumps jüngste Verfügung zur „Wahlsicherheit“ soll den angeblichen Wahlbetrug „endlich beenden“. Doch wie so oft fehlt es an Belegen, dass es überhaupt ein reales Problem gibt. Die meisten Bundesstaaten haben längst Gesetze gegen nicht-staatsbürgerliches Wählen. Der wahre Effekt der Maßnahme dürfte eher darin liegen, das Wählen für viele legal berechtigte Bürger komplizierter zu machen.

Zudem könnte die Zentralisierung der Wählerdaten verfassungswidrig sein – das Wahlrecht ist in den USA klar Sache der Bundesstaaten.

Fazit: Das politische Potenzial des Betrugsbegriffs

Ob bei Wahlen, Sozialprogrammen oder Behörden – Trumps Einsatz des Begriffs „Betrug“ ist keine juristische Analyse, sondern ein politisches Werkzeug. Er setzt auf Misstrauen statt auf Beweise. Auf Vereinfachung statt auf Fakten. Und auf einen Sound, den seine Anhänger verstehen: Das System ist gegen euch – nur ich räume auf.

Der Begriff „Fraud“ hat sich damit endgültig zu einem politischen Mantra entwickelt. Ein Totschlagargument gegen alles, was stört. Und ein gefährliches Spiel mit dem Vertrauen in Institutionen, Recht und Demokratie.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Elon Musk im freien Fall: Wenn Geld nicht mehr reicht

Elon Musk, einst gefeiert als genialer Unternehmer, Tech-Visionär und Innovator, erlebt derzeit...

Allgemeines

Globale Schockwelle: Trump verhängt massive Zölle gegen die Welt

Mit einem Paukenschlag hat US-Präsident Donald Trump am 2. April 2025 eine...

Allgemeines

Insolvenz: DEKO Messezentrum AG

1 IN 58/25 In dem Verfahren über den Antrag d. DEKO Messezentrum...

Allgemeines

Muss ein Rechtsanwalt einem Unternehmen eine „Anfrage“ übermitteln bevor er über das Unternehmen einen kritischen Artikel erfasst?

Das ist eine sehr interessante und durchaus relevante Frage – besonders im...