Der republikanische Senator Steve Daines hat sich gestern mit Chinas Ministerpräsident Li Qiang in Peking getroffen – und das in bester Gesellschaft mit Managern von Qualcomm, Pfizer und Boeing. Warum? Offenbar, um herauszufinden, ob Handelskriege wirklich so schlimm sind, wie alle behaupten.
Die ungewöhnliche Kaffeerunde fand nach einem Wirtschaftsgipfel statt und ist der erste Besuch eines hochrangigen US-Politikers in China, seit Donald Trump wieder Präsident ist. Da Trump bekanntlich ein großer Fan von Zöllen und Handelskriegen ist, hofft Peking wohl auf einen Deal, bevor es erneut heißt: „Ihr zahlt, oder wir twittern euch raus!“
Daines, ein überzeugter Trump-Anhänger, kennt China gut – er lebte in den 1990er Jahren in Guangzhou und Hongkong, damals noch als Angestellter von Procter & Gamble. Heute wäscht er zwar keine Haare mehr, aber dafür vielleicht die Wogen zwischen den USA und China glatt.
Chinas Premier Li Qiang betonte, dass in einem Handelskrieg keiner gewinnt – außer vielleicht die Meme-Industrie. Daines selbst schwieg dazu, vermutlich um sicherzugehen, dass sein Chef nicht plötzlich eine wütende Twitter-Tirade (oder neuerdings Truth Social-Post) über ihn startet.
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