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Allgemeines

Utah verbietet als erster US-Bundesstaat Fluorid im Trinkwasser

RobinSaville (CC0), Pixabay
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Utah hat als erster Bundesstaat der USA ein Verbot von Fluorid im öffentlichen Trinkwasser beschlossen. Gouverneur Spencer Cox unterzeichnete das entsprechende Gesetz, das am 7. Mai 2025 in Kraft treten wird. Damit folgt Utah Forderungen unter anderem von US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., der vor möglichen Gesundheitsrisiken durch Fluorid gewarnt hatte.

Was bedeutet das neue Gesetz?

Das Gesetz untersagt Gemeinden in Utah, dem Trinkwasser weiterhin Fluorid zuzusetzen. Damit sollen Bürgerinnen und Bürger selbst entscheiden können, ob sie Fluorid zu sich nehmen möchten – etwa durch Zahnpasta oder andere Produkte – oder nicht.

Stephanie Gricius, republikanische Abgeordnete und Initiatorin des Gesetzes, beruft sich auf Studien, die mögliche kognitive Beeinträchtigungen bei Kindern durch Fluorid vermuten lassen. Die Kritik stützt sich dabei auf Forschung aus Ländern, in denen die Konzentration von Fluorid im Wasser allerdings deutlich höher ist als in den USA.

Kritik von Fachverbänden und Wissenschaft

Das Verbot stößt bei Gesundheitsexperten auf scharfe Kritik:

  • Die American Dental Association (ADA) warnt vor einem Rückschritt in der öffentlichen Zahngesundheit. Präsident Dr. Brett Kessler sprach von einem „wissentlichen Ignorieren wissenschaftlicher Erkenntnisse“.

  • Auch die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) und die American Academy of Pediatrics unterstützen weiterhin die kontrollierte Fluoridierung des Trinkwassers.

  • Zahlreiche Studien belegen, dass eine geringe Fluorid-Zugabe Karies um mindestens 25 % bei Kindern und Erwachsenen reduzieren kann.

Prof. Avijit Banerjee vom King’s College London betonte gegenüber der BBC, dass die behaupteten Risiken bei den sehr niedrigen Fluoridwerten im Trinkwasser nicht nachgewiesen seien.

Hintergründe und Ausblick

Fluorid wird in den USA seit 1945 dem Trinkwasser zugesetzt – mit dem Ziel, die Zahngesundheit flächendeckend zu verbessern, insbesondere bei sozial benachteiligten Gruppen. Derzeit haben etwa 63 % der US-Bevölkerung Zugang zu fluoridiertem Wasser.

Internationale Vergleiche zeigen: In den meisten Ländern Westeuropas wird auf eine generelle Fluoridierung des Trinkwassers verzichtet. In Großbritannien etwa sind nur etwa 10 % der Bevölkerung mit fluoridiertem Wasser versorgt. Dennoch wurde dort kürzlich ein Programm gestartet, um die Versorgung in bestimmten Regionen zu verbessern.

Auch in anderen US-Bundesstaaten wie Florida und Ohio wird derzeit über ähnliche Gesetzesinitiativen diskutiert. Die Debatte rund um Fluorid spiegelt dabei zunehmend die Polarisierung in der US-Gesundheitspolitik wider – zwischen etablierten wissenschaftlichen Empfehlungen und politischen Bewegungen, die Gesundheitsfragen stärker individualisieren wollen.


Fazit:
Utahs Schritt markiert einen bedeutenden Kurswechsel in der amerikanischen Gesundheitspolitik. Während Befürworter auf individuelle Entscheidungsfreiheit pochen, sehen Fachleute in der Abkehr von Fluorid im Wasser eine Gefahr für die Zahngesundheit, vor allem bei Kindern. Die kommenden Monate könnten zeigen, ob weitere Bundesstaaten diesem Beispiel folgen – oder ob der Widerstand der medizinischen Fachwelt den Trend aufhält.

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