Zwischen elektrischen Limousinen, Latte-Macchiato-bewehrten Aktivist:innen und handgeschriebenen Pappschildern mit Slogans wie „Planet > Profit“ oder „Musk off!“ brodelte es gestern vor einem Tesla-Store in Manhattan. Zwischen 500 und 1.000 Menschen hatten sich versammelt, um ihrem Unmut über den Mann Luft zu machen, der offenbar gleichzeitig Berater des US-Präsidenten, CEO von mindestens fünf Planeten und selbsternannter Verkleinerer des Staates ist: Elon Musk.
Denn Musk, der mit der „Abteilung für staatliche Effizienz“ offenbar einen Staatsumbau nach dem Prinzip „weniger Beamte, mehr Raketen“ plant, will nicht weniger als eine radikale Entschlackung des US-Regierungsapparats. Oder wie Kritiker es nennen: „Den öffentlichen Dienst in den Weltraum outsourcen.“
„Der Mann hat zu viel Geld, zu viel Macht und jetzt auch noch einen Regierungsausweis.“ So ein Teilnehmer mit Hornbrille und Sandwich-Plakat. Andere forderten, Musk solle sich lieber wieder auf das konzentrieren, was er am besten könne: „seltsame Kinder-Namen vergeben und Tweets posten, die Aktienkurse vernichten“.
Die Umweltschutzgruppe Planet Over Profit hatte zur Demo aufgerufen. Sprecherin Gaia Sunshine (bürgerlich: Linda Schröder, Steuerberaterin aus Brooklyn) sagte: „Wenn Elon Musk jetzt auch noch mit dem Präsidenten Kaffeetrinken darf, ist es fünf nach zwölf. Wir müssen handeln – für die Demokratie, für den Planeten und für Menschen, die nicht in Cyborg-Form leben wollen.“
Auch in Vancouver, Berlin, Paris und London wurde protestiert – offenbar nicht nur gegen Musks Politik, sondern auch gegen Teslas Designästhetik („Ein Kühlschrank mit WLAN auf Rädern“, so ein französischer Demonstrant).
Unterdessen gibt es erste Rückmeldungen aus Washington: US-Justizministerin Pam Bondi kündigte an, den „Vandalismus gegen Tesla-Fahrzeuge“ als inländischen Terrorismus zu werten. Insider berichten, sie habe bereits eine neue Spezialeinheit gegründet: die „Cybertruck Task Force“ (CTF), bewaffnet mit Superchargern und Taschenlampen.
Musk selbst ließ sich bisher nicht zu den Protesten äußern – möglicherweise, weil er gerade per Neuralink ein Meinungs-Statement direkt ins Universum getwittert hat. Oder, wie ein Aktivist vermutete: „Er fliegt längst zum Mars, um dort den ersten privatwirtschaftlichen Staat zu gründen.“
Disclaimer: Dieser Text ist satirisch und basiert auf realen Ereignissen, die allerdings mit einem Augenzwinkern überzeichnet wurden. Keine Teslas wurden beim Schreiben beschädigt.
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