Also gut. Marco Rose ist weg, Zsolt Löw ist da. Und wir so: „Hm.“
Versteht mich nicht falsch – ich mag Löw. War damals schon ’ne coole Socke, als er 2015 mit Ralf Rangnick durch die Kabine gegeistert ist. Und wer ein paar Jahre neben Jürgen Klopp gestanden hat, wird wohl kaum vergessen haben, wie man Leidenschaft, Taktik und Teamgeist zusammenschnürt.
Aber jetzt mal ehrlich, RB: Was genau ist eigentlich der Plan?
Rose war nicht perfekt, aber er war einer von hier. Einer, der wusste, wie der Klub tickt. Dass das jetzt alles im März (!) endet, sagt mehr über die Unruhe im Verein als über den Trainer. Und jetzt kommt Löw – bis Saisonende, dann „schaun mer mal“. Willkommen in der Leipziger Interimstrainer-Timeline. Klingt fast ein bisschen nach Schalke – nur mit mehr Red Bull im Blut.
Klar, wir stehen im Pokalhalbfinale. Da kann jetzt alles passieren. Und ja, wir sind Sechster in der Liga – aber das fühlt sich schlechter an, als es ist. Ein, zwei Siege, und du bist wieder oben dran. Und ein bisschen Offensivgeist, ein bisschen neues Feuer im Mittelfeld – und hey, plötzlich reden wieder alle über „die Bullen“.
Was Zsolt jetzt tun muss? Ganz einfach:
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Die Jungs wachrütteln, bevor sie sich endgültig auf Europa-League-Niveau einpendeln
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Die Defensive so sortieren, dass man bei Flanken nicht mehr beten muss
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Irgendjemandem (irgendwem!) Selbstvertrauen einflößen, der das Ding auch mal aus 16 Metern versenkt
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Und: uns Fans zeigen, dass da noch was lebt auf dem Platz.
Ich sag’s mal so: Wenn Löw mit dieser Truppe ins Pokalfinale kommt und nebenbei noch Platz vier klaut – dann hat er sich mehr als nur eine Übergangslösung verdient.
Aber bis dahin bleib ich vorsichtig optimistisch. So wie man’s als Leipziger halt inzwischen gelernt hat.
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